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Auen

Ortsbürgermeister


 Andreas Seidenzahl
AnschriftHauptstraße 9
Ort55569 Auen
Telefon06754 / 96 33 40
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Die Ortsgemeinde Auen ist eine landwirtschaftlich geprägte Fremdenverkehrsgemeinde mit einer Gemarkungsgröße von 271 ha. Umgeben von Wäldern und Weinbergen, liegt dieses anerkannte Erholungsgebiet idyllisch im Tal. Bei einer Wanderung oder einem Picknick kann man die Schönheit der Natur an der Freizeitanlage genießen. Ganz nebenbei gönnt man sich eine kleine Kur an der Kneippanlage mit dem Wassertretbecken. Privatunterkünfte sowie zwei gemütliche Gaststuben bieten heimische Weine und gutbürgerliche Küche. Die Grabstätte des legendären „Jäger aus Kurpfalz" findet man auf dem kleinen Waldfriedhof bei der 1000-jährigen Willigiskapelle.

Zur Geschichte:
Gemessen an der Größe des Dorfes liegt für die Geschichte des Ortes Auen eine fast unermessliche Fülle an Urkundenmaterial vor. Möglicherweise ist diese Tatsache auf die Zugehörigkeit des Ortes zum Kloster Sponheim und der Willigiskapelle zum Kloster Disibodenberg zurückzuführen. Nach heutigem Stand der Forschung ist davon auszugehen, dass Auen nicht erst in der Landnahmezeit um 900 entstanden ist. Archäologische Funde belegen, dass schon in früherer Zeit durch Kelten und Römer von einer kontinuierlichen Besiedelung gesprochen werden kann. Auen wird erstmals in einer Bestätigungsurkunde von Erzbischof Adalbert aus Mainz im Jahre 1128 in Verbindung mit dem Bau der „Geh in Kirche" durch Erzbischof und Kanzler Willigis um 980/990 erwähnt. Im Jahr 1044 und 1048 wird der Ort in den Schenkungsurkunden des Grafen Eberhard an die neue Kirche von Sponheim genannt. Die Zugehörigkeit zum Kloster Sponheim wird im Auener Weistum von 1488 und mit der Huldigung gegenüber dem Abt Trithemius um 1500 bestätigt. Sie dauerte bis 1565. Aufgrund dieser Zugehörigkeit gelangte Auen zum Amt Kreuznach und fand in der Amtsbeschreibung des Jahres 1601 Erwähnung. Zum Amt Kreuznach gehörten unter anderem die Grundherrschaft der ehemaligen Abtei Sponheim sowie das abgelegene Dorf Auen, das damals Exklave zwischen den anderen Ämtern war. Aus der Beschreibung geht hervor, dass Auen im „Umfang des Amtes Böckelheim lag, aber dem Oberamt Kreuznach mit aller Botmäßigkeit untergeordnet war. Von 1707 bis zur napoleonischen Zeit zählte der zum Oberamt Kreuznach gehörende Ort zur Kurpfalz. 1816 wurde das Dorf der neuen Bürgermeisterei Monzingen zugeteilt. Seit der Verwaltungsreform 1970 befindet sich Auen in der Verbandsgemeinde Bad Sobernheim.

Zum Wappen:
Schild durch silbernen Schrägbalken geteilt, der mit einem Schwarzen A belegt ist. Oben blau-goldenes Schach, unten in Blau eine goldene Abtskrümme. Begründung: Das Schachmuster verweist auf die Grafschaft Sponheim. Der Schrägbalken wurde einem Urkundensiegel aus dem Jahre 1731 entnommen und trägt das A für Auen. Die Abtskrümme soll erinnern, dass schon durch Erzbischof Bardo von Mainz die von Graf Eberhard 1044 begonnene Kirche auf dem Feldberg bei Sponheim in Auen Güterbesitz bekommen hat.

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