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Lauschied

Ortsbürgermeister


   Friedrich Mattern
AnschriftMeisenheimer Str. 1
Ort55568 Lauschied
Telefon06753/3978
 

Die Ortsgemeinde Lauschied liegt auf der Höhe im Winkel der Nahe und des Glans („Glan-Nahe-Dreieck"). Bei erholsamen Wanderungen genießt man die herrliche Aussicht von der Höhe in den Hunsrück und in das Nordpfälzer Bergland. Die beiden gemütlichen Gaststätten im Ort bieten edle Weine aus der Umgebung und gutbürgerliche Küche an. Äußerst rege und vielseitig ist das Vereinsleben mit sehr gut besuchten Veranstaltungen. Ein modernes Gemeindezentrum bietet genügend Platz für alle Vereine, Versammlungen, den Sport und sogar den Kindergarten.

Zur Geschichte:
Aus römischer Zeit (2.- 4. Jahrhundert) ist eine Villa in den Gemarkungsteilen „In Frohnhausen" und „An den Pfühlen" nachgewiesen. Wie zahlreiche andere Orte mit der Namensendung „-schied" (häufiger „-scheid") entstand Lauschied als Neuansiedlung im Rodungsgebiet im frühen 7. Jahrhundert. Um 1200 wird der Ort erstmals als „Villam Lubescheid iuxa Mettersheim" erwähnt. Seit dieser Zeit befand sich das Dorf als Lehen der Herrschaft Kirchheim-Bolanden im Besitz einer Ganerbenschaft (gemeinsamer Besitz), in der die Wolf von Sponheim oberste Gerichtsherren waren. Neben ihnen erscheinen 1541 die Herren von Scharfenstein, Schenk von Schmidtburg und von Ellenbach. Um diese Zeit standen dem Abt und Convent vom Disibodenberg das Jagdrecht zu. Als Gegengabe gewährte das Kloster bei Jagden den Gerichtsherren in Lauschied das Herbergsrecht. Im 17. und 18. Jahrhundert waren der Freiherr Boos von Waldeck, die Freiherren von Fürstenwärther und der Laittre de Feiqnies (Föhniger) im Ort begütert. Nach der napoleonischen Zeit (1794-1814) gehörte Lauschied zum hessen-homburgischen Oberamt Meisenheim, bis dieses 1866 an Hessen-Darmstadt überging. Noch in diesem Jahr kam Lauschied an Preußen. 1869 wurde der Landkreis Meisenheim gegründet, welcher 1932 dem Großkreis Kreuznach angegliedert wurde. Bis zum 31.10.1970 gehörte Lauschied dem Amt bzw. der Verbandsgemeinde Meisenheim an. Mit der rheinland-pfälzischen Verwaltungsreform wurde Lauschied ab dem 01.11.1970 der Verbandsgemeinde Sobernheim zugeordnet. In den Jahren 1797 und 1798 hielt sich Johannes Bückler, genannt Schinderhannes, Deutschlands berühmtester Räuber, in Lauschied auf. Der Schuster Johannes Leyendecker aus Lauschied gilt als geistiger Anstifter vieler Verbrechen des Schinderhannes (Qelle: Peter Bayerlein: Schinderhannes-Ortslexikon, S. 134, Mainz-Kostheim 2003). Leyendecker dürfte einer der wenigen Kameraden des Schinderhannes gewesen sein, die diesem geistig ebenbürtig oder sogar überlagen waren.

Zum Wappen:
Schild geteilt und unten gespalten. Oben in Silber ein wachsender, schwarzer rotbewehrter Adler, unten vorn in Blau ein durchgehendes goldenes Kreuz, hinten blau-gold geschacht. Begründung: Der dreigeteilte Schild symbolisiert die historischen Fakten aus Wappen der reichsritterschaftlichen Besitzungen. Wolf von Sponheim führte einen geschachten Schild mit schwarzem Adler, der im oberen Teil aufgenommen wurde. Aus einem Siegel des Jahres 1700 entnimmt man ein Attribut (Kreuz) des Hl. Georg, der der Kirchenpatron war. Der blau-goldene Schach entstammt dem Wappen derer von Koppenstein.
Auf der Seite des Südwest-Fernsehens können Sie einen interessanten Bericht im "Hierzuland"-Archiv betrachten.

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