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Meddersheim

Ortsbürgermeister


 Renate Weingarth-Schenk
AnschriftNaheweinstraße 14
Ort55566 Meddersheim
Telefon06751 / 30 39
Telefax06751 / 98 95 43
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Das idyllische Weindorf Meddersheim liegt an der mittleren Nahe, ca. 3 km südwestlich der Felkestadt Bad Sobernheim, umgeben von fruchtbaren Weinbergen, Ackerfluren und bewaldeten Höhenzügen. Hier kann man neben der traditionellen Felkekur auch Wellness und Vitalresort genießen oder aber einen Aktiv- und Wanderurlaub verbringen. Der bekannte „Nahe-Radweg" führt mitten durch das Dorf und lädt zum Kennenlernen dieser liebenswerten Region ein. Hervorragende Weine aus selbstvermarktenden Winzerbetrieben und der Winzergenossenschaft sowie Restaurants der gehobenen Gastronomie verwöhnen den Gaumen ihrer Gäste. Zahlreiche Privatunterkünfte mit gemütlichen Gästezimmern runden den genussreichen Aufenthalt in Meddersheim ab. Zahlreiche bemerkenswerte Häuser aus dem 16. und 17. Jahrhundert sind erhalten und liebevoll renoviert. In den letzten Jahrzehnten entwickelte sich der Ort überwiegend zu einer Wohngemeinde mit Auspendlern; trotz diesem Werdegang ist die Landwirtschaft und der Weinbau dominierend.

Zur Geschichte:
Gesiedelt wurde hier in keltischer und römischer Zeit, vielleicht auch schon früher. Das jetzige Haufendorf entstand in der Frankenzeit (6. Jahrhundert) an einer günstigen, flachen Stelle, als Straßenkreuzung außerhalb des Hochwasserbereiches der Nahe. Es war Besitz der Erzbischöfe von Mainz bis ins 13. Jahrhundert, um 1275 wurde das Bauerndorf an die Wildgrafen auf der Kirburg verpfändet. In deren Hand verblieb es dann bis zur Französischen Revolution von 1789. Es wurde von einem Mainzer Schultheißen verwaltet, der dem Burggrafen auf dem Disibodenberg, ab 1240 in Sobernheim und ab 1279 auf Burg Böckelheim unterstand. Im Jahre 1239 gab es einen ernstlichen Streit zwischen dem Erzbischof und den Grafen im Naheraum, die sich dem machtpolitischen Ausgreifen des Kirchenfürsten auch in den Naheraum hinein widersetzten. Hinzu kam der Streit um die Pfandschaft Meddersheim mit Kirschroth, das immer mit Meddersheim zusammengefasst war, weile der Erzbischof sie einlösen, der Wildgraf auf der Kirburg als Erbe der Saarbrücker Grafen aber nicht verzichten wollte. Der Erzbischof siegte, aber einer seiner Nachfolger verpfändete die „Schultheißerei" dann erneut und endgültig. Die Kirche stammt mit ihrem ältesten Teil, dem Turm, aus dem 12. Jahrhundert, das Schiff nach mehreren Um- und Neubauten aus dem Jahre 1756. Einzelne Teile sind besonders erwähnenswert; die Kanzel aus dem 18. Jahrhundert, die Stummorgel von 1753 und der Taufstein aus dem 16. Jahrhundert. 1798 errichteten die Franzosen, denen der Naheraum endgültig zugefallen war, eine eigene „Mairie" Meddersheim mit den Orten Meddersheim, Kirschroth und Staudernheim. Nach der Befreiung von der französischen Herrschaft und einer kurzen Übergangszeit kam diese Gemeinschaft als Bürgermeisteei und Teil des neuen „Oberamtes" Meisenheim an die Landgrafschaft Hessen-Homburg, von dieser im Jahre 1866 an die Großherzöge von Hessen-Darmstadt. Sie verloren dann das Oberamt an Preußen, das daraus 1869 einen kleinen selbständigen Landkreis machte. 1919 wurde aus den Bürgermeistereien Meddersheim und Merxheim das „Amt" Meddersheim gebildet, das jedoch nach der Aufhebung des Landkreises Meisenheim im Jahre 1932 nicht mehr lange bestand. Ab 1935 wurde es zunächst nur in Personalunion, ab 1940 ganz mit der Stadt Sobernheim zu einem neuen Amt Sobernheim vereinigt. Dieses Amt wurde 1969 zur Verbandsgemeinde Sobernheim umbenannt.

Zum Wappen:
In Blau auf silbernem Roß der golden nimbierte, rot gekleidete St. Martn, der mit silbernem Schwert den roten Mantel dem auf der Erde sitzenden Bettler zuteilt; im linken Obereck ein goldenes Schildchen, darin ein roter, blau gekrönter Löwenkopf. Begründung: Die Martinusszene geht zurück auf das alte Gerichtssiegel, das die St. Martinusszene zeigt. Als unterscheidendes Beizeichen ist das Schildchen im linken Obereck aufgenommen. Meddersheim war Oberschultheißerei in der Wild- und Rheingrafschaft. 1750 gehört es als gemeinschaftlicher Besitz den Linien Salm-Kyrburg und Dhaun je zur Hälfte. Salm-Kyrburg führte in Rot drei goldene Löwen. Der Löwenkopf steht aus heraldischen Gründen in verwechselten Farben im Schildchen.

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