Wir über uns
Verbandsgemeinde - was ist das?
Die Verbandsgemeinde Bad Sobernheim hat rd. 18.500 Einwohner und ist ein Zusammenschluss der Stadt Bad Sobernheim und benachbarter Ortsgemeinden zu einer Verwaltungseinheit. Die Stadt und die Ortsgemeinden bleiben selbstständig und regeln die örtlichen Aufgaben eigenverantwortlich.
Dieses rheinland-pfälzische Gemeindemodell zielt darauf ab, dass sich Ortsgemeinden und Verbandsgemeinde in ihren Aufgaben gegenseitig ergänzen. Überörtliche Aufgaben nimmt die Verbandsgemeinde wahr, wie z. B. Schulträgerschaft von Grundschulen, Wasserversorgung, Abwasserbeseitigung, Brandschutz und technische Hilfe, Flächennutzungsplanung. Außerdem sind das Meldewesen und das Ordnungsrecht hier angesiedelt. Die Angelegenheiten der örtlichen Gemeinschaft werden von den Ortsgemeinden in eigener Verantwortlichkeit geregelt (z. B. Bau von Gemeindestraßen, -plätzen, Sportstätten, Kindergärten, Spielplätzen ...).
Die Verbandsgemeindeverwaltung Bad Sobernheim
Die Verbandsgemeindeverwaltung Bad Sobernheim ist als moderne und leistungsfähige Verwaltung die Anlaufstelle, wenn es um die örtliche Verwaltung geht. Das Rathaus mit seinem Bürgerbüro bedient seine Bürgerinnen und Bürger freundlich und kompetent.
Neben den eigenen Aufgaben führt die Verbandsgemeindeverwaltung die Verwaltungsgeschäfte der Ortsgemeinden und der Stadt Bad Sobernheim, in deren Namen und in deren Auftrag.
Die Ortsbürgermeisterinnen, die Ortsbürgermeister und der Stadtbürgermeister sind daneben in den Gemeinden direkte Ansprechpartner und geben sachkundige Auskunft in Verwaltungsangelegenheiten vor Ort.
Portrait der Verbandsgemeinde Bad Sobernheim
Die Verbandsgemeinde Bad Sobernheim liegt an der mittleren Nahe - zentral zwischen der Kreisstadt Bad Kreuznach und der Edelsteinmetropole Idar-Oberstein - in einer der wärmsten und regenärmsten Landschaften Südwestdeutschlands. Ihr Gebiet südlich der Nahe reicht bis in das Meisenheimer Bergland, der nördliche Bereich erstreckt sich bis weit in den Hunsrück/Soonwald.
Die Verbandsgemeinde wurde durch das „Achte Landesgesetz über die Verwaltungsvereinfachung im Lande Rheinland- Pfalz" vom 28. Juli 1970 neu gebildet und setzte sich zusammen aus Gemeinden unterschiedlicher Amtsverwaltungen: Bärweiler, Kirschroth, Meddersheim, Merxheim und Staudernheim sowie die Stadt Sobernheim, die zusammen bislang die Verbandsgemeinde Sobernheim gebildet hatten. Hinzu kamen mit Auen, Langenthal, Martinstein, Monzingen, Nußbaum, Seesbach und Weiler bei Monzingen die meisten Gemeinden der ehemaligen Verbandsgemeinde Monzingen und mit Daubach, Eckweiler, Ippenschied, Rehbach, Pferdsfeld und Winterburg fast die gesamte ehemalige Verbandsgemeinde Winterburg. Ferner wurde die Gemeinde Lauschied, die bislang der Verbandsgemeinde Meisenheim zugehörte, und das der bisherigen gemeinschaftlichen Bürgermeisterei Odernheim angehörige Odernheim am Glan der neu geschaffenen Verbandsgemeinde zugeordnet. Aufgrund eines Beschlusses der Bezirksregierung Koblenz vom 10. Juni 1979 wurden die Gemeinden Eckweiler und Pferdsfeld in die Stadt Sobernheim eingemeindet, so dass sich die Verbandsgemeinde Bad Sobernheim heute aus einer Stadt und 18 Ortsgemeinden mit rund 18.500 Einwohnern zusammensetzt.
Das Wappen der Verbandsgemeinde mit der Darstellung des Kurpfälzer Löwen, des Sponheimer Schaches und des Mainzer Rades symbolisiert die territoriale Zugehörigkeit verschiedener Regionen des heutigen Verbandsgemeindegebiets zum Erzbistum Mainz, der Grafschaft Sponheim und dem Kurfürstentum Pfalz während des Mittelalters. Daneben gehörten verschiedene Dörfer zur Wild- und Rheingrafenschaft bzw. waren in reichsritterschaftlichem Besitz. Mit der Fürstenherrlichkeit war es zu Ende, als im Jahr 1792 französische Revolutionstruppen das Nahegebiet eroberten und der gesamte linksrheinische Raum in der Folgezeit bis zum Jahr 1814 zu Frankreich kam.
Im Zuge der Verwaltungsreform unter der französischen Besatzung wurde Sobernheim, wie auch die Gemeinden Meddersheim, Merxheim, Monzingen, Odernheim und Winterburg, im Jahr 1798 als „Mairie" erstmals Sitz einer Art Amtsverwaltung, welche auch nach dem Übergang an Preußen im Jahr 1815 als „Bürgermeisterei Sobernheim" innerhalb des neu geschaffenen Landkreises Kreuznach im Regierungsbezirk Koblenz beibehalten wurde. Aus diesem Bürgermeistereiverband, bestehend aus den Gemeinden Sobernheim, Bockenau, Boos, Oberstreit, Schloss- und Talböckelheim, Sponheim, Steinhardt und Waldböckelheim, schied Sobernheim am 1. Juni 1857 aus, ehe dann im Jahr 1888 die endgültige Trennung des „Amtes" von der Stadt zu zwei selbstständigen Bürgermeistereien erfolgte.
Von 1935 bis 1940 wurden die Stadt Sobernheim und die „Amtsbürgermeisterei Meddersheim" - letztere entstand 1869/70 aus den Bürgermeistereien Merxheim, Meddersheim und Staudernheim - gemeinsam von Sobernheim aus verwaltet. Die Orte der „Amtsbürgermeisterei Meddersheim" (seit 1927 „Amt Meddersheim" genannt) gehörten seit dem Jahr 1816 zur Landgrafschaft Hessen-Homburg, die den ehemaligen Kanton Meisenheim mit Teilen des Kantons Grumbach auf dem Wiener Kongress zugeteilt bekam und aus dieser Erwerbung am 29. Dezember 1817 das „Oberamt Meisenheim" bildete. Jenes kam im Jahr 1866 auf dem Erbwege an die Landgrafen von Hessen- Darmstadt, die aber noch im gleichen Jahr das Oberamt an Preußen abtreten mussten, weil sie als Verbündete Österreichs den Krieg gegen Preußen verloren hatten. Aus dem früheren hessen-homburgischen „Oberamt Meisenheim" machte Preußen im Oktober 1869 den Landkreis Meisenheim, der bis zu seiner Auflösung und Angliederung an den Kreis Kreuznach am 1. Oktober 1932 als einer der kleinsten preußischen Landkreise bestand.
Im Jahr 1940 wurde die Stadt Sobernheim in das „Amt Meddersheim" eingeamtet und die Bezeichnung "Amtsbürgermeisterei Sobernheim" eingeführt. Die Gemeinden Hochstädten und Meckenbach wurden auf Beschluss der Bezirksregierung Koblenz dem „Amt Kirn-Land" zugeschlagen. Die bisherige Bezeichnung der Gebietskörperschaft „Amt" wurde durch Landesgesetz vom 16. Juli 1968 in „Verbandsgemeinde" geändert.
Das Gebiet der Verbandsgemeinde umfasst eine Fläche von 17.354 Hektar und liegt im Zentrum des Nahelandes. Die Stadt Bad Sobernheim ist Verwaltungssitz, wirtschaftlicher und kultureller Mittelpunkt der Verbandsgemeinde. Neben Industrie, Handel und Dienstleistungen sowie Landwirtschaft und Weinbau nehmen das Kurwesen und der Tourismus eine wichtige Rolle im Erholungsgebiet Bad Sobernheim ein.
Aufgrund der klimatisch günstigen Bedingungen sowie des abwechslungsreichen und reizvollen Landschaftsbildes mit sonnengesegneten Rebhängen, wildreichen Wäldern und romantischen Felsformationen fühlen sich hier sowohl Urlaubs- als auch Kurgäste sehr wohl. Die Stadt Bad Sobernheim ist das einzige Felke-Heilbad Deutschlands und das jüngste „Bad" in Rheinland-Pfalz. Weitere prädikatisierte Ortsgemeinden sind Auen, Kirschroth, Martinstein, Monzingen, Seesbach, Staudernheim und Winterburg. Drei Felke-Kurhäuser, eine Spezialklinik für Skoliose und Wirbelsäulendeformitäten sowie ein ambulantes Felke- Zentrum stellen die Säulen des Gesundheits- und Wellnessangebots dar.
Auch der Urlaubsgast kommt im Erholungsgebiet Bad Sobernheim voll auf seine Kosten. Die Angebotspalette reicht von Wellness- und Gesundheitsangeboten, Urlaub auf dem Bauern- oder Winzerhof, kulinarischen Besonderheiten aus dem Naheland bis zum Aktivurlaub mit Schwimmen, Saunieren, Radeln, Wandern, Angeln, Reiten, Tennis, Kegeln, Motor- und Segelfliegen und vielen weiteren Freizeitangeboten. Besonders lohnenswert ist auch der Besuch des Rheinland-Pfälzischen Freilichtmuseums in Bad Sobernheim, wo mit dem Aufbau von vier Museumsdörfern Zeugnisse vergangener rheinland-pfälzischer Siedlungs-, Bau-, Wohn- und Wirtschaftsformen dargestellt werden. Auch der erste und einzige, 3.500 Meter lange Barfußpfad Deutschlands mit seinen verschiedenen Untergrundmaterialien ermöglicht jedem Benutzer eine Fußreflexzonenmassage quasi im Vorübergehen. Auch Sie sind danach „von den Socken". Die Hauptwirkungsstätte der Hildegard von Bingen, die Klosterruine Disibodenberg, ist ein weiteres beliebtes Ausflugsziel im Erholungsgebiet Bad Sobernheim.
Die Bettenkapazität in der Verbandsgemeinde beträgt über 1.200 Betten in Hotels, Landgasthöfen, Kurhäusern, Privatunterkünften und Ferienwohnungen. Auch ein Campingplatz steht zur Verfügung. Neben allen Vorzügen der Landschaft und des Klimas ist nicht zuletzt der Weinbau für den Tourismus von besonderer Bedeutung. Der Nahewein ist schon lange kein Geheimtipp mehr. In den Weinbergslagen entlang der Naheweinstraße reifen hervorragende Tropfen, die zu den besten Erzeugnissen des deutschen Weinbaus zählen. Ausgezeichnete Weine und eine sehr gute Gastronomie lassen damit auch dem Gaumenfreund keine Wünsche unbefriedigt. Bei den jährlich stattfindenden Weinfesten Ende August bis Anfang September können Sie in geselliger Runde den Nahewein genießen.
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