Weiler bei Monzingen
Ortsbürgermeister
Gerhard Schmidt
AnschriftAlter Weg 5
Ort55627 Weiler bei Monzingen
Telefon0 67 54 / 83 04
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In einem Seitental der Nahe, umringt von Weinbergen und Feldern, liegt der wunderschöne Ort Weiler. Viele gepflegte Wanderwege, auch der bekannte „Weinwanderweg - Mittlere Nahe" laden zu erholsamen Wanderungen mit herrlichem Blick ins Nahetal ein. Nach einer ausgedehnten Wanderung, Kutschfahrt, Radtour oder einem Besuch vieler Sehenswürdigkeiten der Region laden Winzerhöfe und Straußwirtschaften bei einem edlen Tropfen und erlesenen Speisen zum Verweilen ein. Feriengäste finden in Weiler viele gemütliche Gästezimmer und Ferienwohnungen. Eine erwähnenswerte Sehenswürdigkeit ist die ca. 250 Jahre alte restaurierte Stumm-Orgel in der ev. Kirche. Ortsansässige Geschäfte (Bäcker und Metzger) bieten eine ideale Grundversorgung in Weiler. Auch sind hier noch viele Handwerksbetriebe beheimatet. Die evangelische Kirchengemeinde unterhält in Weiler einen eingruppigen Kindergarten.
Zur Geschichte:
„Weiler" kommt von „Wiler" oder „Villa" und bezeichnet ursprünglich einen aus wenigen Gehöften bestehenden kleinen Wohnplatz. Es ist zwar nicht urkundlich erwähnt, ob schon zur Römerzeit Gehöfte an der Mündung des Etterbaches in die Nahe standen, aber Funde (Tonrohre einer Wasserleitung, altes Pflaster, Knochen, Münzen und Ziegel) deuten darauf hin. Der heute noch hier betriebene Weinbau geht jedenfalls auf die Römer zurück, die nach Einführung der Weinreben sehr schnell feststellten, dass auch auf Melaphyr, Schiefer, Mergel, Kies und Sandstein an der Nahe guter Wein gedeihen kann. In Weiler lagen im 13. Jahrhundert Güter der Grafen von Sponheim-Kreuznach (1233); Ritter Ulrich von Steinkallenfels trug den Ort von den Wildgrafen von Kyrburg (später Salm) zu Lehen und verpfändete ihn 1363 an Graf Walram von Sponheim zur Hälfte, die andere Hälfte übernahmen die Sponheimer 1395 in gleicher Weise. Die „Zehntenstraße" und die Weinbergslagen „Herrenzehntel", „Nobel", „Schlossberg" oder „Heiligenberg" erinnern noch heute an die Tributzeiten. Die Fürstenherrschaft endete, als die Franzosen im Jahre 1798 nach der Eroberung des Rheinlandes durch Napoleon eine neue Verwaltungsorganisation schufen und Weiler der Nachbargemeinde Monzingen zugeordnet wurde. Seit der Verwaltungsreform im Jahre 1970 gehört Weiler zur „Verbandsgemeinde Bad Sobernheim".
Zum Wappen:
Von Gold über Schwarz geteilt, oben ein roter Schrägrechtsbalken, unten eine goldene Schnalle. Begründung: Weiler war bis um 1800 reichsritterschaftliche Besitzung und gehörte zuletzt dem Markgrafen von Baden. Der Markgraf von Baden führte als Wappen in Gold einen roten Schrägrechtsbalken. Zu Beginn des 18. Jahrhunderts hatten sich die Besitzverhältnisse in Weiler so geändert, dass als gemeinsame Herren die Grafen von Schönborn, die Herren von der Leyen, von Steinkallenfels und von Schmidtburg genannt werden. Nach der Empfehlung des Landeshauptarchives Koblenz wurde im unteren Schildteil die Schmidtburger Schnalle aufgenommen, da die Schmidtburger doch die stärkere örtliche Tradition zu haben scheinen.
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