Lehmtherapie
Im Mittelpunkt der Felke-Therapie steht das Jahrmillionen alte Naturprodukt Lehm, das als Heilerde Anwendung findet. Lehm besteht aus einer Vielzahl von Mineralien. Hauptbestandteile sind Sand, Schluff und Ton. Mit einem ph-Wert von 8,8 liegt Lehm deutlich im alkalischen Bereich.
Für die therapeutische Wirkung ist vor allem die hohe Basizität der sehr quell fähigen, fein verteilten Tonmineralien verantwortlich. Sie können große Mengen Wasser, Säure und andere Stoffe an sich binden und gelöste Mineralien austauschen.
In Bad Sobernheim wird der Lehm mindestens einen Meter unter der Erdoberfläche ausgegraben, um organische Anteile zu ver meiden. Steine werden herausgesiebt. Der Lehm wird nicht anderweitig behandelt. Er wird lediglich unmittelbar vor der Anwendung mit Brunnenwasser eingeschlammt.
So wirkt er naturbelassen direkt bei den verschiedenen Anwendungen, die Bestandteil der Felke-Therapie sind:
Lehmbad
Das Lehmbad ist die zentrale Anwendung der Felke-Kur und wird im Freien oder in bodenbeheizten Hallen durchgeführt.
Lehmpackung
Lehmpackungen sind lokale Anwendungen, die gezielt je nach Be- schwerden mit kaltem oder warmem Lehm dosiert werden.
Lehmtretbad und Lehmhandbad
Das Lehmtretbad wird in den Gruben durchgeführt. Die Beine tauchen bis unterhalb der Kniegelenke in einen Lehmbrei ein, der mit beiden Beinen abwechselnd „getreten“ wird – ähnlich wie beim Kneippen.
Beim Lehmhandbad (kalt oder warm) tauchen Sie die Hände bis zu den Handgelenken in ein Gefäß mit Lehm. Dabei kneten Sie den Lehmbrei durch und zerkleinern Erdklümpchen, was die Handmuskulatur stärkt.
Rasul/Serailbad
Diese Heilschlamm-Ganzkörperanwendung im Dampfbad ist eine Alternative zum Lehmbad für alle, die sich Wärme bei der Anwendung wünschen. Im Bad erzeugen Wärmeelemente eine gleichmäßige Basis- und Wohlfühltemperatur von 37 Grad. Gleichzeitig wird in etwa einem Meter Höhe Dampf ausgelassen, der den Raum angenehm temperiert.
Sitzreibebad
Vom kalten Sitzreibebad geht eine besondere Aktivierung und Heilwirkung aus, die bereits seit etwa 1830 bekannt ist. Es klingt am Anfang etwas abschreckend, doch wer es einmal ausprobiert hat, schätzt die wohltuende Wirkung.
Seite empfehlen
Seite als PDF
Druckansicht


